1988
Autostop pour l’Heureusité, Performance anlässlich der
Ausstellung Regard d’Acier, Palais de Tokyo, Paris.
T.G./C. trägt Fotografien aus einem der Tourismus-Projekte auf
seinem Rücken und wird der Tür verwiesen. Daraufhin trägt
er statt der Fotografien ein Schild mit der Aufschrift l’Heureusite
und demonstriert die Geste des Anhalters am Straßenrand. Erst auf
der Straße, in der Fortsetzung als Moving Exhibition Vagabonde,
ist die Unternehmung erfolgreich.
Ich interessiere mich sehr für das Trampen, für den
Autostop als Lebensstil und als eine Möglichkeit, Kontakt zu
anderen herzustellen (wie ein Mönch, der in Thailand am frühen
Morgen um die tägliche Speise bittet). Das Wort
l´Heureusité existiert im Französischen nicht. Ich
erfand es gemeinsam mit dem dänischen Dichter Morten Friis in der
Ableitung von ‚heureux‘, da es in der Lage ist, ‚Bonheur‘
(Freude/Glück) jenseits der Sprache der Werbung auszudrücken.
Ich realisierte während der Eröffnung der Ausstellung eine
Moving Exhibition de Type Offensive in drei Akten. Ich bat die Besucher
der Vernissage, mir eine Mitfahrgelegenheit zur Fröhlichkeit zu
geben, etwa mit ein wenig Konversation und Unterhaltung. Aber niemand
sah sich dazu in der Lage. So verließ ich den Ort und ging zur
U-Bahn, womit es dann eine Moving Exhibition Vagabonde wurde. ...
T.G./C. in einem Brief vom 2. 9. 2002

act 1 : et les indifferents m ont jeté leur regard d acier

change of the exhibition
Robert Delpire ask to leave the palais
de tokyo

act 2 Autostop pour l’Heureusité